Schwere Beine

„Entfernung: ein Kilometer. Zeit: fünf Minuten, 48 Sekunden.“ Die freundliche Damenstimme drang in meinen Gedankentunnel ein und holte mich zurück auf die Laufstrecke. Der monotone Rhythmus aus einmal, zweimal einatmen und lange wieder ausatmen sorgt immer wieder dafür, dass ich bei meinen Joggingsausflügen sehr schnell in eine eigene Welt abtauche. Mein Laufstil ist eher eine Art mentales Training denn ein Kardio- oder Konditionstraining. Abstand vom Alltag. Jede Woche einmal für eine Stunde, manchmal auch zweimal. Dazu etwas Dopamin. Und das Zittern der Beinmuskulatur als untrüglicher Beweis, etwas für die Gesundheit getan zu haben. Mehr brauche ich tatsächlich nicht, um anschließend zufrieden auf der Couch zu sitzen.

Die Zeitansage meiner virtuellen Trainingspartnerin ließ zwar eine schnelle Runde erhoffen, doch so richtig genießen konnte ich den Lauf nicht. Irgendwie war heute alles unkonzentriert. Zuviel war ich noch in den Gesprächsfetzen verhaftet, die ich an der Fleisch- und Wursttheke unseres Supermarkts einige Stunde früher aufgeschnappt hatte. Es sollen 30 oder 40 von denen gewesen sein. Man habe ja nix gegen diese Menschen, aber so könne es natürlich nicht gehen. Aber man müsse ihnen ja doch helfen. Schließlich kämen sie ja aus dem Krieg. Ja, aber richtig Krieg sei das ja auch nicht – das wäre ja nicht mit 45 zu vergleichen. Da habe man ja sein Land und seine Frauen ja auch verteidigt und sei nicht einfach mit seinem teuren Handy abgehauen. Und am Ende habe man ja alles auch selbst wieder aufgebaut. Aber, wie gesagt, man müsse doch helfen, man sei doch Mensch. Das ist doch ein Zeichen von Menschlichkeit. Der Gesprächston wurde schärfer, die Argumente nicht. Auf einen Schlag standen zwei Fraktionen vor der Massentierhaltungstheke und stritten lautstark und ausfallend über den richtigen Umgang mit Migranten. Eigentlich konnte ich mir immer sehr schnell – auch zu komplexen Themen – eine Meinung bilden. Es machte mir Spaß, in Diskussionen zu platzen und den Streithähnen ihre Argumente auseinander zu nehmen. Was bleibt schon von einem Angreifer, wenn man ihn entwaffnet? Aber hier war es anders. Ich blieb erstaunlich unberührt. Bei diesem emotionalem Thema.

„Entfernung: zwei Kilometer. Zeit: elf Minuten, 56 Sekunden.“ Ich werde langsamer. Gerade bei diesem abschüssigen Teil. Die schwierige Steigung kommt noch, da werde ich Zeit verlieren. Ich schaffe das. Wir schaffen das. Das sagte die Kanzlerin dazu. Was genau werden wir schaffen? Ich war immer schon ein Freund von blockbusterreifen Motivationsreden, aber in der deutschen Politik bin ich da nicht allzu oft fündig geworden. Meint sie, den Menschen zu helfen? Ihnen ein sicheres zuhause zu bieten, mit den in unserem Land normalen Lebensbedingungen? Ja, absolut. Das schaffen wir. Keine Frage. Das sind reine wirtschaftliche Aufgabenstellungen. Das ist ein Heimspiel für uns. Vielleicht nicht gerade im Ostteil Sachsens. Die Menschen dort sind anders. War zu meinen Studienzeiten schon mit der Weltoffenheit so eine Sache dort. Erstmal die Arme verschränken – so hab ich sie kennengelernt. Aber ansonsten kriegen wir die vielen Menschen schon unter ein Dach. Aber war es das schon? Sollten wir Menschen aus einem Kulturkreis, der mehr Unterschiede zu unserem vertrauten aufweist als Gemeinsamkeiten, nicht vielleicht auch integrieren? Was bedeutet Integration für unser aller Alltag? Und wie soll das gehen? Wie kann Integration gelingen, wenn keiner diese Kulturkreise offen genug für fundamentale Veränderung ist? Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen. Diese Kalenderweisheit ist kein Plädoyer, Veränderung ohne Skepsis zu begrüßen. Schließlich stammt es von einer Kultur, die die größte und besterhaltene Mauer der Menschheitsgeschichte errichtet hatte.

„Entfernung: drei Kilometer. Zeit: 18 Minuten, 5 Sekunden.“ Mist. Mehr als sechs Minuten im Schnitt für einen Kilometer. Irgendwie machen solche Gedanken schwere Beine. Gerade mal aufgewärmt und doch schon fertig. Zähne zusammen. Disziplin. Weitermachen. Preußische Tugenden! Ach herrje, das ist doch dieser AfD-Mumpitz: Preußische Tugenden schaffen. „Befehl und Gehorsam“ als Ziel der Charakterbildung von Kindern und Jugendlichen? Als ob es Freud nie gegeben hätte. Als ob des zwei Weltkriege nie gegeben hätte. Als ob es erstrebenswert wäre, jegliche Tendenzen zur kreativen Problemlösung bei Kindern zu ersticken. Das Preußentum, lieber AfD-Vordenker, ist ein Relikt vorstaatlicher Strukturen aus einer Zeit, als die „Großen“ des Kontinentes zu Imperien aufstiegen, während Deutschland nicht mal Deutschland war. Dieses Konzept war schon damals überholt. Daher ist das Streben nach diesen Werten keine Restauration, sondern ein Rückentwicklung. Lest mal Kant. Vielleicht im Original. Wenn Ihr ihn versteht, werdet Ihr Eure Ansichten ändern.

„Entfernung: vier Kilometer. Zeit: 24 Minuten, 3 Sekunden.“ Schneller. Jetzt mit Seitenstechen. Konzentrier mich auf meine Atmung. Wieder einen Rhythmus finden. Erinnert mich an die Basketballtreffs, die ich für unsere Flüchtlinge organisiert hatte. Hatte eigentlich Spaß gemacht. Wir kommen wieder. Auf jeden Fall. Vielen Dank. Und vieles mehr. Blieb bei einem Mal. Gibt es Kant in einer arabischen Übersetzung? Ja, es hat mich sauer gemacht. Viel telefoniert, viele Menschen verrückt gemacht, eine Halle organisiert, Körbe neu gekauft, Bälle geliehen. Für die Katz.

Atmung geht wieder. Stechen ist weg. Wirkt auf mich jedes Mal fremd, wenn ich durch das Aufnahmelager Lebach fahre, um meine Mutter zu besuchen. Grimmig dreinschauende junge Männer, irgendwie verarmt und gepflegt gleichermaßen. Lehnen rudelweise an der Hauswand. Sagen mir „hau ab!“ ohne meine Sprache zu sprechen. Wirkt wie der Hermannplatz samstags abends. Aber irgendwie auch nicht. Aufnahmelager. Was ein Begriff! Mitten in Deutschland. Im Matsch spielen Kinder. Mütter klüngeln zusammen, rufen ihren Kindern Kommandos zu. Mit Kopftuch. Dem Einzigen, was sie von den einheimischen Müttern unterscheidbar macht. Das wird auch unsere Zukunft. Aufnahmelager. Irgendwie ist das nicht Deutschland. Irgendwie darf es das nicht sein. Wir kaufen uns zu jeder Tageszeit Schweinefleisch zu 3 Euro das Kilo, billiger als Paprika, und schwadronieren ungefragt über die Ungezogenheit der Menschen, die vor Krieg fliehen. Was soll ich meiner Tochter sagen, wie das war? Damals in der Flüchtlingszeit?

„Entfernung: fünf Kilometer. Zeit: 29 Minuten, 55 Sekunden.“ Läuft. Aber viel mehr geht nicht mehr. Oder doch? Die wiederkehrenden Beats in meinem Ohr erschaffen einen fast tranceartigen Moment. Alles wirkt gedämpft, weit weg. Meine Schritte passen sich dem Beat an. Nichts kann mich gerade aus der Bahn bringen. Auch keine Flüchtlingsfrage. Hat mir je ein Flüchtling einen Grund geliefert, meinen Lauf unterbrechen zu müssen? Oder mich und meine Weltsicht anzupassen. Ist das bislang nicht alles ein überwiegend theoretisches Szenario? Geht es anderen anders? Wo finden sich die Berührungspunkte zwischen Fremdem und Gewohntem? Worin besteht die Veränderung der Gesellschaft? Haben wir weniger Geld? Wie viele Milliarden Euro haben BER und Elbphilharmonie bislang zu viel gekostet? Wie viel wurde mir als einfachem Bürger davon aus der Tasche genommen? Ich zahle meine Steuern. Klar. Als Selbständiger mehr als andere. Geschenkt. Steuer zahlen als Selbständiger ist ja was Gutes. Bedeutet ja, gewinnorientiert zu arbeiten. Rege ich mich über die Verwendung der Steuergelder auf? Na klar. Ist ja meine Aufgabe als politisch mündiger Bürger. Wenn ich schon ordentlich Gewerbesteuer zahle, sollten wenigstens ausreichend Gelbe Säcke in der Gemeinde vorhanden sein, oder? Aber steht es mir zu, als Halbinformierter über die gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu richten, die sich vor unserer europäischen Haustür abspielt, während ich gesättigt die Nachrichten verfolge?

„Entfernung: sechs Kilometer. Zeit: 35 Minuten, 42 Sekunden.“ Schmerzpunkt. Das rechte Knie wieder. Kann ich aushalten. Ist nix schlimmes. Nur die wiederkehrende Belastung. Laufen ist für Gelenke halt nix. Aber die Momente der inneren Ruhe sind halt unbezahlbar. Eine Diskussion mit mir selbst. Ohne dass ich mir ins Wort falle. Ohne Lösung. Ohne Ziel. Darum geht es auch nicht. Wenn jeder Lauf zu einer Problemlösung führen würde, würde ich sofort für die Stelle eines Weltmarschalls kandidieren. Aber es hilft immer, Ärger mit Reflexion zu begegnen, um ihn zu neutralisieren.

„Lasst doch einfach die Engagierten ihre Arbeit machen und hört auf, Eure RTL2-Fakten hier unters Volk zu bringen! Und um die Schrecken des Zweiten Weltkriegs als Argument zu verwenden, seid Ihr alle etwas zu jung!“ – Das wäre ein Statement gewesen, was meiner Stimmungslage entsprochen hätte. Aber stattdessen blieb ich ruhig und überlegte, was ich aus der dekadent-üppigen Auslage der Fleischtheke kaufen wollte – natürlich aus solider Massentierhaltung. Um dann abends, bewaffnet mit Smartphone und abstrahierten Steinobstlogo meinen Wohlstandsbauch abzutrainieren.

„Training beendet! Ihr Distanz: 6,27 Kilometer. Ihre Zeit: 39 Minuten, 56 Sekunden.“ Selbstreflexion. Probleme lösen. Davon gibt es genug. Das wird noch viel schwere Beine geben.

 

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Endlich wieder Konsument.

„Hallo, wir haben einen Goodster Automaten im Globus Leipzig Seehausen, ich gehe dort oft einkaufen hab aber noch nie einen Code bekommen. Was muss ich tun um einen zu erhalten???“ fragte ein Facebook-Nutzer auf der Goodster-Produktseite. „Die Kasse gibt dann einen Goodie-Code aus, wenn der Goodster gerade ein Goodie hat das zu dir passt. Das erkennt er anhand der Produkte auf deinem Kassenzettel“ antwortete der Admin.

Irgendwie unscheinbar, fast traurig steht er da, der schwarze Kasten mit dem schüchtern gezeichneten Smiley auf dem Screen. Hab mich schon häufiger gefragt, warum die Handelsprofis vom Globus Saarlouis eine so wichtige POS-Fläche – immerhin zentral, direkt im Kassenbereich – durch etwas so unaufgeregtes wie einen schrankhohen Automaten vergeuden. Zumal dieser nicht wirklich etwas zu kommunizieren scheint. Neugierige Blicke der scheuen Konsumentenherde, gar Schlangen davor wie am benachbarten Fleischkäsecounter – bislang Fehlanzeige! Was also hat es mit diesem Monolith des Marketing auf sich?

Das durfte ich selbst herausfinden. Beim stressfreien Einkauf mit Tochter (wirklich, kein Zynismus!) bekam ich von der piependen Kassiererin – oder war es ihre Kasse? Konnte ich nicht genau raushören – zu meinem steuerlich absetzbaren Zahlungsbeleg noch einen zweiten Zettel – mit einem Barcode drauf. Ein bestätigendendes Lächeln – diesmal ohne Piep – der Dame am Zahlungsgerät verriet mir: Ich bin einer der seltenen Gewinner. Bei Goodster. Ich könne jetzt meinen Gewinn abholen. Aha.

Fast war mir so, als wenn uns – meiner Kleinen und mir – die anonyme Masse der anderen Zahlungspflichtigen um uns herum Glück wünschten. Vor meinem geistigen Ohr hörte ich dunkle, choral klingende Sprechgesänge, die gebetsmühlenartig „Goodster. Goodster“ intonierten. Es war für uns eine Art Siegesparade, das Zepter der Schnäppchenkultur stolz nach oben gereckt tragend, um damit die Insignien der Macht aus der Klappe seiner Hoheit, dem Goodsterscanner, zu erhalten.

Wieder ein Piep. Als Bestätigung. Einlass gewährt. Wir sind drin. Im exklusiven Kreis der Goodster. Gibt es sowas überhaupt? Egal, es fühlt sich gut an. Wie der Einstieg in die Wasserrutsche. Oder das Hochgezogenwerden bei einer Achterbahn. Ein wenig angespannt, aber doch noch voller Vorfreude. Dann tauchten wir ab! In eine für uns neue Welt! Eine Welt voller Harmonie! Voller Endorphine! Voller Glück! Eine Welt, wie Beigbeder sie nicht hätte besser beschreiben können! Leider.

Auf dem Screen begann ein Werbespot seine Runde zu drehen. Nicht mal besonders gut gemacht – wie viele andere seiner Art. Aber dennoch verharrte mein Blick und mein Hirn für 15 Sekunden auf diesen 42 Zoll. Vermutlich tat meine Kleine das Gleiche – aber das kann ich nicht mit Sicherheit sagen; meine Aufmerksamkeit gerade eben galt dieser sich bewegenden Hochglanzwelt. Mit einem emotionslosen Geräusch wie es nur ein Joghurtbecher von sich geben kann, wenn er mir nachts beim Rausnehmen aus dem Kühlschrank aus der Hand rutscht, plumpste die Krankenhausration des Ehrmann-Himbeer-Joghurts (Doch, Ehrmann, andere machen mich mehr an!) aus dem Ausgabefach. Genauso emotionslos wie jedes andere Ausgabefach in jedem anderen Automaten dieser Welt. Das war also Goodster. Aha. Da ist es am Fleischkäsecounter irgendwie spannender.

Eigentlich ein auffallend unspektakulärer Vorgang. Wenn da nicht dieser perfide Moment des Marketingtriumphs wäre. Aus einer Welt, von der ich bislang immer glaubte, ihre Gesetze und Mechanismen domptieren zu können, zumindest aber sie zu verstehen. Ich wurde vom kritisch-interessieren Bürger zum mit offenem Mund staunendem Pawlowschen Hund degradiert – nein: Ich degradierte mich selbst! Und das lächend mit einem Stück Papier in der Hand.

Ein archaischer Trieb wurde erfolgreich bedient. Mit dem Strichcode des zweiten Zettels schenkte mir die Handelsindustrie eine positiv konnotierte Nachkaufentscheidung. Ein Jagdinstinkt wurde bedient, mehr zu bekommen als man bezahlt hatte. Das Gefühl, ein ganzes Handelshaus durch mich kleines Lichtchen zu blenden. Triumph, Sieg, Erfolg. Wir gegen den Rest der Welt – codiert in breiten und dünnen schwarzen Strichen. Da macht Kaufen Spaß.

Doch dieses Bauernopfer war ein Virus und sollte mich eigentlich nur infizieren. Ich kann nicht wirklich sagen, dass mir das geschenkte Joghurt aufgrund seiner Größe – seiner „Kleine“ wäre eigentlich der bessere Ausdruck – mehr als 15 Cent Wert gewesen wäre. Aber dass ich die präsentierten Informationen kognitiv und affektiv aufgeladen rezipiert habe – und das sogar mit einer positiven Grundstimmung – ist der eigentlich der Erfolg des Goodsters. Wir haben hier keine Fernbedienung zur Hand, um einen Werbeblock wegzuschalten, wir haben keinen Finger, das Banner wegzuwischen, wir haben keine gelernte Routine, diese Information unbewusst filtern zu können. Wir haben ein gutes Gefühl dabei, gebannt und voller Erwartung den Spot zu konsumieren. Wir finden es ziemlich geil, vor diesem Ding zu stehen und 15 Sekunden mit einzusteigen in das Spiel um AIDA, um dann, mit einem plumpen Klatsch, wieder in die wirkliche Welt entlassen zu werden.

Nachdem ich dies während der gesamten Rückfahrt schweigend mit mir selbst diskutiert hatte, kam ich immerhin zu der Erkenntnis, dass ich gar nicht mehr wusste, um was es im den Spot eigentlich ging. Immerhin, habe ich noch ein paar Restprozent Energie auf den vorderen Schilden, die mich vor der Internalisierung des MUSS EHRMANN KAUFEN bewahrt haben.

„Wenn Du einen Goodster-Gutschein bekommst: Schmeiß’ ihn weg“ möchte man dem Facebooknutzer zurufen. „Nutze die Zeit lieber, um mit Deinen Kindern im Auewald Bäume zu bestimmen.“ Macht jedenfalls mehr Spaß als sich von Beigbeder auslachen zu lassen…

 

Bitte entschuldigen Sie!

Ich bin neu hier. Haben Sie eine Ahnung, was ich hier tun muss? Irgendwie Gedanken verschriftlichen zu Diesem und Jenem. Gut, dann werde ich das mal machen. Ich bin gerade sehr aufgeregt. Ist das hier live? Oh Gottogott, meine Hände zittern ja richtig, hihi. Also, ich schaue gerade aus dem Fenster meines neuen Büros – ja, an einem Sonntag – und wundere mich wie fast täglich über die Parkanarchistin von Gegenüber. Ich wusste nicht, dass man einen Corsa so gekonnt parken kann, dass gleich drei Zufahrten blockiert sind. Und das in einem Wohngebiet mit dörflichem Charakter. Das Ordnungsamt wollte sich das mal anschauen, waren aber noch nicht da. Fanden wahrscheinlich keinen Parkplatz. Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, endlich mal so ein „Ausfahrt freihalten! Falschparker werden kostenpflichtig abgeschleppt!“-Schild an die Einfahrt zu dübeln – um jeden zufällig vorbeihuschendem Passanten direkt mal die Eigentumsverhältnisse klar zu machen. ebay gibt da nicht so viel her; wäre wohl geschäftsschädigend, ein solches Schild im Steckenpferddesign anzufertigen. Der neue Look würde das schon hergeben und ein Aludibondschild ist dank des unglaublichen Wettbewerbdrucks von am Existenzminimum kratzenden Druckereien für ein paar Euros produziert. Gott schütze das Internetz. Aber ich schweife ab. Irgendwie gedankenverloren, dieser Sonntagnachmittag. Eigentlich müsste da etwas Arbeit erledigt werden. Deshalb sitze ich ja schließlich hier vor diesem Rechner. Also genaugenommen vor dem Monitor, der Rechner steht ja einen halben Meter weiter rechts. Aber das ist nicht so wichtig. Es sei denn, man ist ein knapp gespanntes Netzwerkkabel – dann können zehn Zentimeter links oder rechts über Klicken oder Brechen entscheiden. Oh, Entschuldigung.  Schon wieder abgeschweift. Oder abgeschwiffen? Klingt komisch: Abgeschwiffen – abgeschweift. Was auch immer, zurück zum Punkt. Was wollte ich sagen? Genau: Der Informationsgehalt dieses Beitrag ist der Highlevel-Benchmark dieses Blogs. Oder vielleicht auch nicht, mal sehen. Müssen Sie halt ab und an mal vorbeischauen. Vielleicht sonntags, da hat man mehr Zeit für die wesentlichen Dinge.